Über Straßenbahnen, Seilbahnen und Hyperloops

Es gibt eine Übereinkunft, die alle Parteien von ganz Links bis ganz Rechts teilen: Wir müssen den ÖPNV in unserer Stadt auf eine neue Version upgraden. Die fahrscheinfreien Samstage haben auch den härtesten Autofreunden die Augen geöffnet.

Wir brauchen ein deutlich dichteres Netz zu einem besseren Preis für alle Beteiligten. 2026 laufen die Verträge mit den Landkreis aus und die Stadt kann ihr eigenes Personentransportsystem starten. Die Planungen und Verhandlungen werden mit realistischen drei Jahren veranschlagt, also bleiben uns noch zwei Jahre um darüber klar zu werden was wir eigentlich alle wollen.

Unstrittig ist, daß die stark befahrene Nord-Süd-Line Senden-Ulm und Die Ost-West-Verbindung nach Burlafingen eine Expressverbindung mit Anschluß mindestens an die Regio-S-Bahn brauchen, auch ein Ringverkehr zu den geplanten Parkhäusern in der Peripherie muß geplant werden. Je nach politischer Farbe wird als Verkehrsmittel entweder die Straßenbahn, ein Bus oder ein Seilbahnnetz favorisiert. Die häufig gestellte Frage lautet nun: Wo steht in dieser Debatte ein Oberbürgermeister Prießnitz?

Nun, auf der Seite der Vernunft. Eine Expressverbindung muß Kriterien erfüllen, unter anderem:

  • Sie muß leise und umweltfreundlich sein
  • Sie muß auf einer eigenen Trasse verlaufen und darf nicht vom Straßenverkehr abhängig sein.
  • Sie muß einfach skalierbar und anpassbar an geänderte Bedürfnisse sein
  • Sie muß unanfällig gegen Störungen sein
  • Sie muß finanzierbar sein
  • Sie muß einfach mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln kombinierbar sein
  • Sie muß auch für Menschen mit Behinderungen nutzbar sein

Welches System, bzw. vielmehr welche Kombination von System das Ideale ist liegt in den Händen der Bürger und nicht des Oberbürgermeisters.

Aufgabe des Oberbürgermeisters ist es im Prozess für Transparenz zu sorgen, Denkverbote zu verhindern und letztlich zusammen mit dem Bürger Akzeptanz für die Entscheidung zu schaffen.

Warum sollen wir in der Doppelstadt großer Dichter und Denker freiwillig auf Optionen verzichten?

 

 

 

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